05.06.2015 / dbb beamtenbund und tarifunion

Aktion in Oranienburg

dbb Signet "Notfall Rettungsdienst"

Brandenburger Rettungsdienste setzen ein Zeichen!

Viele Kolleginnen und Kollegen haben am 4. Juni 2015 in Oranienburg für bessere Bezahlungsbedingungen im Rettungsdienst demonstriert. Wenn Kolleginnen und Kollegen aus ganz Brandenburg anreisen, ist das ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt im Rettungsdienst. Denn das war kein Streik. In ganz Brandenburg funktionierte die Notfallrettung uneingeschränkt weiter. Der Rettungsdienst hat sich verändert und verändert sich weiter. Künftig werden Notfallsanitäter die Rettungsassistenten ersetzen. Es entsteht ein neues Berufsbild, das sehr viel höhere Standards in der Notfallrettung setzt. Das ist nicht nur politisch gewollt, das ist auch gut für alle Menschen, die darauf angewiesen sind.

Notfallrettung aufwerten!
Der gesamte Komplex Rettungsdienst muss so schnell wie möglich aufgewertet werden. Das gilt für alle Berufe und alle Tariftische. Das gilt für Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter. Alle zusammen sind die Notfallrettung. Ein Bekenntnis der Landkreise zu den Beschäftigten im Rettungsdienst fehlt vielerorts. Denn das könnte ja Geld kosten oder Begehrlichkeiten bei anderen Berufsgruppen wecken. Der dbb fordert von der Politik klare Spielregeln für die Notfallrettung. An verschiedenen Tariftischen ist das Thema Notfallsanitäter aktuell. So zum Beispiel in Oberhavel, wo die Verhandlungen mit dem dbb eigentlich auf gutem Weg waren. Der dbb ist kompromissbereit. Aber bei den Notfallsanitätern kommt trotzdem keine Einigung zustande. Das Angebot der Arbeitgeber ist nicht annehmbar.

Arbeitgeber am Zug!
Es gibt mehr Einsätze als früher und die notarztfreien Intervalle werden länger und mehr. Das Fachwissen der Kolleginnen und Kollegen wird immer besser und die Erwartungen der Politik und Bevölkerung immer höher. Der Druck steigt. Im Rettungsdienst steigen Überstunden und Krankheitstage. Bis zum heutigen Tag sind die Arbeitgebervertreter im Landkreis Oberhavel und anderen Landkreisen sowie die VKA nicht in der Lage, eine Aussage zu treffen, wie sie sich eine faire Bezahlung der Notfallsanitäter vorstellen. Die Zeiten, in denen Beschäftigte im Rettungsdienst bereit waren, zu Billigtarifen zu arbeiten, sind vorbei. Das ist das Zeichen, das der dbb gesetzt hat. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug.

dbb Flugblatt „Aktion in Oranienburg. Brandenburger Rettungsdienste setzen ein Zeichen!“ als pdf-Dokument zum Downloaden