07.05.2017 / komba jugend

Christian Dröttboom zum neuen Bundesvorsitzenden der komba jugend gewählt

Christian Dröttboom (Foto: © Markus Klügel)
Christian Dröttboom (Foto: © Markus Klügel)

Am 5. und 6. Mai 2017 fand unter dem Motto „WIR.MACHEN.MORGEN“ der 19. Bundesjugendgewerkschaftstag der komba gewerkschaft im dbb forum Siebengebirge in Königswinter statt.

Königswinter, 7. Mai 2017. Der 19. Bundesjugendgewerkschaftstag  bekannte sich unter dem Leitwort „WIR.MACHEN.MORGEN“ zu einem starken Öffentlichen Dienst, einem weltoffenen und rücksichtsvollen Miteinander in einer toleranten Gesellschaft und einem starken und gerechten Europa. Es ging aber auch um die Forderungen nach gleichen Einkommensverhältnissen für Beamte und Tarifbeschäftigte, um die Sicherheit am Arbeitsplatz und eine zukunftsorientierte Ausbildung, damit die Kommunen konkurrenzfähig bleiben im härter werdenden Kampf um qualifizierte Nachwuchskräfte.

Nach Grußworten des scheidenden komba Bundesjugendvorsitzenden, Norman Rosenland, des Bundesvorsitzenden der komba gewerkschaft, Ulrich Silberbach, der Bundesvorsitzenden der dbb jugend, Sandra Kothe, der Landesvorsitzenden der komba jugend nrw, Paulina Lut, und des Youth Representative der CESI Youth, Matthäus Fandrejewski, beschäftigten sich im Rahmen einer Speedfragerunde Tabea Burchartz (Junge CDA), Shari Kowalewski (Jusos), Sandra Kothe (dbbj) und Daniel Schlichting (komba jugend) mit Fragen aus dem Gremium u.a. zu den Themen Föderalismusreform und die damit einhergehende auseinanderdriftenden Einkommensschere im Beamtenbereich, Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, Nachwuchsförderung, befristete Verträge nach der Ausbildung u.v.m. Daniel Schlichting stellte im Rahmen dieser Diskussion klar, dass die komba jugend für gleiche Einkommensverhältnisse eintritt. Schon jetzt bringe die eingeführte „Kleinstaaterei bei der Besoldung“ wettbewerbsschädigende Nachteile. Die komba jugend fordert deshalb: „Der ewige Kampf um die Übertragung der Tarifergebnisse auf Beamte muss endlich aufhören.“ Viel Aufmerksamkeit fand auch die aktuelle Sicherheitsdebatte. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen berichten über Sicherheitsprobleme in der kommunalen Verwaltung oder in anders organisierten Strukturen, die kommunale Dienstleistungen erbringen. Christian Dröttboom: „Wir fordern, dass die Übergriffe konsequent bekämpft werden. Die Arbeitgeber sind in der Pflicht, für den Schutz des Personals einzustehen. Konfliktsituationen müssen auch Ausbildungsinhalt werden.“

Anschießend standen die Neuwahlen der Bundesjugendleitung der komba gewerkschaft an. Die Jugend der komba gewerkschaft hat seither einen neuen Vorsitzenden. Christian Dröttboom (32), Beschäftigter im Kassen- und Steueramt der Bundesstadt Bonn, wurde mit einem überragenden Ergebnis - nämlich 95,58% - gewählt. Er trat die Nachfolge von Norman Rosenland an, der nicht erneut kandidierte. Christian Dröttboom (nrw) ist bereits 2004 in der komba gewerkschaft aktiv. Zuerst in seiner Heimatstadt Nettetal in der Nähe der holländischen Grenze als Schriftführer und Kassierer, dann als Vorsitzender der dort ansässigen Jugendgruppe. Im Jahr 2009 wurde er dann in die Landesjugendleitung der komba nrw gewählt. Zwei Jahre später, im Jahre 2011, folgte dann der nächste Schritt: Die Wahl zum Landesjugendleiter nrw. Diese Position legte Christian vor wenigen Monaten nieder, um sich voll auf die Arbeit in der Bundesjugendleitung konzentrieren zu können, in die er für den scheidenden Phillip Albrecht auf dem Bundesjugendausschuss im Herbst 2015 in Fulda nachgewählt wurde.

Zum zweiten Bundesjugendvorsitzenden wurde Valentino Lombardo (rp) an die Spitze der komba jugend gewählt. Auch er erhielt 95,58% Zustimmung. Er war bereits in den vergangenen vier Jahren als stellvertretender Bundesjugendvorsitzer innerhalb der Bundesjugendleitung für Öffentlichkeitsarbeit und Medien zuständig. Seit seinem Eintritt in den öffentlichen Dienst im Jahre 2007 ist er Mitglied der komba gewerkschaft. Nach nur wenigen Monaten wurde er kooptiertes Mitglied der Landesjugendleitung der komba rp und schließlich beim Landesjugendtag 2009 als Beisitzer in die Landesjugendleitung gewählt. Sein Amt als Beisitzer der Landesjugendleitung stellte er beim Landesjugendtag im Herbst 2013 zur Verfügung, um sich mit dem notwendigen Engagement auf die intensive Arbeit innerhalb der Bundesjugendleitung konzentrieren zu können.

Die Bundesjugendleitung wird von den drei stellvertretenden Bundesjugendvorsitzenden, Maria Schiemann aus Schleswig-Holstein (95,58%), Benjamin Lange aus Thüringen (82,3%) und Susanne Aumann aus Nordrhein-Westphalen (89,7%) komplettiert.

Eine ausführliche Vorstellung der neuen Bundesjugendleitung folgt in den kommenden Wochen.