18.11.2008

dbb Statement zum Protesttag zur Rettung der Krankenhäuser Frank Stöhr: Hochwertige Patientenversorgung erhalten!

"Wir wollen mit der 'Aktiven Mittagspause' ein deutliches Signal setzen: Dass wir für die Patienten eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung verlangen."

"Das ist das Ziel", sagte Frank Stöhr, Vorsitzender der dbb tarifunion, am 18. November 2008 im Interview mit Radio Energy Berlin anlässlich des bundesweiten Protesttages zur Rettung der Krankenhäuser.
In ganz Deutschland haben sich Ärzte, Pflegekräfte, Angestellten und Arbeiter der Kliniken an der Protestaktion beteiligt und auf Ihre Mittagspause verzichtet, um den eingeladenen politischen Entscheidungsträgern aus Bund, Ländern und Gemeinden die Nöte der Krankenhäuser darzustellen.

Der dbb beamtenbund und tarifunion habe sich auch deshalb dem Aktionsbündnis zur Rettung der Krankenhäuser mit Verbänden der Krankenhausträger und Mitarbeiter-Organisationen angeschlossen, um auf die akute Notlage der Kliniken aufmerksam zu machen. "Wir treten dafür ein, dass die Finanzierung der Krankenhäuser gesichert wird. Wir haben in den Jahren
2008 und 2009 einen Finanzbedarf von 6,7 Milliarden Euro und selbst wenn man das abzieht, was die Bundesregierung in ihrem neuen Krankenhausfinanzierungsgesetz für die Krankenhäuser vorsieht, bleibt noch ein Defizit, das weit über die Hälfte beträgt. Das heißt, wir haben nach wie vor noch ein Defizit von 3,6 Milliarden Euro und dieses Defizit ist so groß, dass die Krankenhäuser mit dieser Lücke nicht überleben können", so Stöhr. "Deshalb appellieren wir an die Verantwortlichen: Sorgen Sie endlich für gesetzliche Regelungen, die den Kliniken langfristige finanzielle Perspektiven geben."