15.03.2018 / dbb beamtenbund und tarifunion

Einkommensrunde 2018: Warnstreiks in Mecklenburg-Vorpommern und Salzgitter

Im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben am 14. und am 15. März 2018 weitere Warnstreiks stattgefunden. Die Arbeitgeberseite hatte auch in der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam auf Zeit gespielt.

© Friedhelm Windmüller / dbb
© Friedhelm Windmüller / dbb

Zahlreiche Beschäftigte waren zu einer Kundgebung auf dem Neuen Markt in Rostock (14. März 2018) zusammengekommen. „Kaum Perspektiven und jede Menge Ausreden“, fasste dbb Tarifchef Volker Geyer den Verlauf der zweiten Verhandlungsrunde dort zusammen. „Wir lassen uns in Zeiten sprudelnder Steuerquellen nicht in eine Rezession reden. Wenn so die Wertschätzung der Arbeitgeber gegenüber ihren Beschäftigten aussieht, dann stehen wir heute zurecht hier! Die Leistung der Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst kommt der ganzen Gesellschaft zu Gute, und das kostet etwas.“  

Statt auf ewig klamme Kassen zu verweisen, sollten die Arbeitgeber den öffentlichen Dienst jetzt endlich fit für die Zukunft machen. Dazu zählten attraktive Arbeitsbedingungen und eine vernünftige personelle und materielle Ausstattung, so Geyer. „In den kommenden Wochen werden wir den Druck massiv erhöhen. Dass wir das können, haben wir heute unter Beweis gestellt!“

© Michael Seidel
© Michael Seidel

Im niedersächsischen Salzgitter sind am 15. März 2018 erneut Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen für bessere Einkommen auf die Straße gegangen. Die überwiegend jungen Beschäftigten brachten ihre Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Daseinsfürsorge zum Ausdruck. Nur wenn die Arbeitgeber den Nachwuchs- und Fachkräftemangel endlich in den Griff bekämen, könnten sich die Bürger weiterhin auf einen flächendeckend funktionsfähigen öffentlichen Dienst verlassen, hieß es von den Demonstranten.