23.11.2017 / komba gewerkschaft

25. November: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen

© Pexels / pixabay.com
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Auch Kolleginnen im öffentlichen Dienst betroffen

Der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen und Mädchen“ am 25. November erinnert daran, dass Gewalt gegen Frauen jeden Tag stattfindet - in allen Ländern, allen Kulturen und auch bei uns. Dabei ereignen sich diese Übergriffe täglich mitten unter uns: ob zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder im Internet. Viele betroffene Frauen und Mädchen schweigen aus den unterschiedlichsten Gründen anstatt zu handeln. 

Aktuell werden vermehrt Diskriminierung und Gewalt in den Medien thematisiert – das ist auch gut so. Denn sie ist vielfältig und reicht von verbaler Belästigung bis hin zu Übergriffen, vom Cybermobbing bis zur Vergewaltigung. Auch viele Kolleginnen im öffentlichen Dienst sind davon betroffen, zum Beispiel in den Jugend- und Sozialämtern, im Rettungsdienst, in Schulen, Krankenhäusern und im Ordnungsdiensten. Oft zwar (nur) verbaler Natur, hinterlassen die Übergriffe deutliche Spuren, die zu psychischen Erkrankungen führen. Der Krankenstand wegen Diskriminierung und Gewalt ist nach wie vor ansteigend! Aber auch hier schweigen oft die betroffenen Frauen. 

„Umso wichtiger ist es, deutlich zu machen, dass nach wie vor mehr geeignete Strategien und Schutzmaßnahmen für die Kolleginnen im öffentlichen Dienst in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern und Dienstherren umgesetzt werden müssen. Gerade in Zeiten der zunehmenden Verrohung unserer Gesellschaft sind wir angehalten, mit einem solchen Aktionstag Zeichen zu setzen, Schweigen zu brechen und verstärkt auf Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige aufmerksam zu machen. Es darf nicht sein, dass nach wie vor Frauen in ihren Grundfreiheiten durch Diskriminierung und Gewalt derart eingeschränkt werden“, sagt Elke Stirken, Vorsitzende des Ausschusses für Frauenpolitik und Gleichstellungsfragen der komba gewerkschaft.

Es finden in Deutschland zahlreiche Veranstaltungen an diesem Tag statt. Vielleicht auch in Ihrer Nähe? Informieren Sie sich!

Hintergrund:
Lateinamerikanische Frauenrechtlerinnen haben 1981 den „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen und Mädchen“ ausgerufen. Er bezieht sich auf den 25. November 1960 und erinnert an die Ermordungen der aus der Dominikanischen Republik stammenden Widerstandskämpferinnen Patria, Maria Teresa und Minerva Mirabal durch das Trujillo-Regime.Der Tod der Schwestern ist beispielhaft für die sexuelle, politische und kulturelle Gewalt gegen Frauen. Seit 1987 werden an diesem symbolischen Jahrestag weltweit Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.

Weitere Informationen: