26.09.2016 / komba gewerkschaft

Gewerkschaftstag 2016: Rede Ulrich Silberbach

Rede von Ulrich Silberbach, wiedergewählter Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft, zur Eröffnung der öffentlichen Veranstaltung am Freitagnachmittag, 16. September 2016.

Nach dem Themenschwerpunkt „Wahlen“ am Vormittag der Arbeitstagung wurde sie am Freitagnachmittag (16. September 2016) mit der öffentlichen Veranstaltung fortgesetzt. Dazu begrüßte der wiedergewählte Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach unter anderem Gäste aus europäischen Partnergewerkschaften, der dbb Bundesleitung, den dbb Landesbünden sowie weiteren Gewerkschaften der Dachorganisation.

In seiner Rede zum Motto des Gewerkschaftstages „Kommunen im Wandel“ verwies er unter anderem auf die Entwicklungschancen aller Kommunen, die Notwendigkeit der Sicherung der personellen und finanziellen Ausstattung der Städte und Gemeinden, die immer größer werdende soziale Kluft in unserer Gesellschaft, den zunehmenden Egoismus und das gestiegene Gewaltpotenzial hin. Besonders die Flüchtlingssituation hätte gezeigt, so der komba Bundesvorsitzende, wo dabei Schwachstellen lägen: „Bereits seit mehreren Jahrzehnten leben wir eine Willkommenskultur, sind aber nicht in der Lage eine ernstgemeinte Integrationspolitik zu betreiben.“

Silberbach würdigte zudem den Einsatz der Kolleginnen und Kollegen: „Wiedervereinigung, Finanzkrise, Flüchtlingskrise - wo stünden wir heute, wenn sich nicht die Kommunen mit ihren zu wenigen aber dann doch hoch motivierten Beschäftigten tagtäglich für das Funktionieren des Staates einsetzen würden. Sie sind letztendlich der Garant für Einigkeit und Recht und Freiheit.“ Eine darüber hinausreichende Erkenntnis bestehe aber auch darin, dass die Kommunen dauerhaft und nicht erst anlassbezogen unterstützt werden müssen, um die Herausforderungen derzeit und in der Zukunft zu bewältigen.