21.02.2013 / komba gewerkschaft

komba jugend kritisiert abweisende Haltung der Arbeitgeber

Tarifverhandlungen 2013: Noch eine große Baustelle (Bild: Sashkin / fotolia.com)

Unverständnis und Frust: Jugend im öffentlichen Dienst wäre ebenfalls betroffen

Es ist eigentlich schon vorauszusehen gewesen, wie die Tarifverhandlungen starten und derzeit verlaufen: In der ersten Verhandlungsrunde legen die Gewerkschafter ihre berechtigten Forderungen vor, die durchaus von den Arbeitgebern mitgetragen werden können. Die Arbeitgeber jedoch antworten mit Blockadehaltung und legen kein Angebot vor.

Und wer glaubte, dass es in der zweiten Verhandlungsrunde besser wird, der hat sich geirrt: Die Arbeitgeber waren auch dabei störrisch und bewegten sich keinen Zentimeter. Längst müsste es bei den Arbeitgebern angekommen sein, dass der Tarifvertrag gekündigt ist und wir uns mitten in den Verhandlungen befinden – diesmal ohne Schlichtungsrunden. Doch verhandeln kann man nur, wenn beide Vertragsparteien gewillt sind, eine Einigung zu erzielen. Der dbb beamtenbund und tarifunion ist es und bekräftigt dies auch regelmäßig.

Die Forderungen sind klar und legitim
6,5 Prozent und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden – ein fairer finanzieller Ausgleich für die Kolleginnen und Kollegen und ein Garant, den öffentlichen Dienst zukunftsfähig zu halten. Denn, der Run um die besten Köpfe mit der freien Wirtschaft hat schon lange begonnen und die Renten- und Pensionswelle den öffentlichen Dienst erreicht. Viele freie Stellen können nicht mehr besetzt werden. Junge Leute mit einer hoch qualifizierten Ausbildung, die in vielen Fällen auf den öffentlichen Dienst zugeschnitten ist, werden nach der Ausbildung auf sich allein gestellt sein. Da stellt sich zwingen die Frage, wie lange der öffentliche Dienst noch handlungsfähig bleibt? Jedenfalls nicht, ohne eine gute Grundlage, die beispielsweise zum Teil auch durch unsere Forderungen geschaffen werden könnte.

Die dritte Verhandlungsrunde findet nun vom 7. bis 9. März in Potsdam statt – es bleibt demnach spannend. Verhalten sich die Arbeitgeber weiterhin abweisend, wird dies wohl eine lange Tarifrunde werden, da keine Schlichtungsvereinbarung existiert. Das heißt, kommt es Anfang März nicht zu einem Ergebnis, werden zwangsläufig Streikmaßnahmen folgen.

Die Jugend der komba gewerkschaft fordert deshalb erneut die Arbeitgeber auf, entweder die vorgelegten Forderungen zu akzeptieren oder ein eigenes Angebot vorzulegen, dass ebenfalls den Titel "Verhandlungsangebot" verdient. 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten – das sind Grundlagen, mit denen man Zukunft gestalten kann.