Das ergab eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die kommunalen Spitzenverbände. Um den entsprechenden Betreuungsbedarf decken zu können, müssten mehr als eine Million neue Plätze geschaffen werden. Bislang ging die Bundesregierung davon aus, dass nur etwa 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz benötigen.
Angesichts dieser Zahlen sei der für 2013 zugesagte Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung nicht erfüllbar, stellte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, fest. „Die Finanzierung beruht auf potemkinschen Dörfern", kritisierte auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus. Die Kommunen schätzen den Finanzierungsbedarf bislang auf rund 19 Milliarden Euro. Die Ausbaumittel müssten aufgestockt werden. Tatsächlich müssten über die von der Bundesregierung geplanten 300.000 weitere 630.000 Plätze geschaffen werden. Ein Ziel von mehr als einer Million Plätzen sei aber auch allein deshalb schon nicht zu erreichen, weil die dafür nötigen Erzieherinnen und Erzieher fehlten.
(aus:frauen im dbb 11/2009)
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