Aktuelles

Artikel

26.03.2012

Warnstreiks und Proteste gehen auch am Montag ungebremst weiter

Ulrich Silberbach und Kai Tellkamp, Landesvorsitzender komba gewerkschaft schleswig-holstein (beide Mitte), in Kiel (Foto: Friedhelm Windmüller)

Stuttgart, Kiel und Schwerin im Ausnahmezustand – insgesamt mehr als 23 000 Teilnehmer

Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen sind am 26. März 2012 im Norden und Süden dem Aufruf der Gewerkschaften zu Warnstreiks und Protestaktionen gefolgt. Bei zentralen Kundgebungen in Stuttgart, Kiel und Schwerin machten die Demonstranten ihrem Unmut über die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite Luft. Dabei waren insgesamt über 23 500 Kolleginnen und Kollegen.

 

Stuttgart: „Das Angebot der Arbeitgeber ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist“, fasste Siegfried Damm, stellvertretender Vorsitzender der dbb tarifunion, vor über 12 000 Kundgebungsteilnehmern in der baden-württembergischen Landeshauptstadt den Ärger der Beschäftigten in Worte. Stuttgart erlebte mit der hohen Anzahl an Teilnehmern einen ernst zu nehmenden Ausnahmezustand. Wenn am 28. März in der dritten Runde kein vernünftiger Kompromiss zustande kommt, dann, so Damm: "... werden wir weiter kämpfen, damit Deutschlands öffentlicher Dienst bleibt, was er ist: Weltklasse!“
Zur BTBkomba Baden-Württemberg

 

Kiel: In der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein war ebenfalls "Land unter" angesagt. Vor 10 000 Kundgebungsteilnehmern in Kiel forderte Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft und stellvertretender Vorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion: „Die Arbeitgeber sollten sich schleunigst besinnen und am Mittwoch ein anständiges Angebot auf den Tisch legen. Wir wollen keinen langen Arbeitskampf, der das Land lahmlegt, aber wenn uns keine andere Wahl gelassen wird, sind wir willens und in der Lage, mit Nachdruck für unsere berechtigten Forderungen einzutreten. Der öffentliche Dienst ist nicht die Sparbüchse der Nation.“
Zur komba gewerkschaft schleswig-holstein

 

Schwerin: Unter dem Applaus von 1 500 Demonstranten in Schwerin unterstrich Helmut Overbeck, stellvertretender Vorsitzender der dbb tarifunion, die Leistungen der Beschäftigten: „Wer tagein tagaus rund um die Uhr dafür sorgt, dass dieses Land funktioniert, wer seit Jahren bei dramatischer Arbeitsverdichtung Einkommensverluste verzeichnen und dabei zusehen muss, dass Betriebe und Verwaltungen personell regelrecht ausgeblutet werden, kann das Arbeitgeberangebot nur für einen schlechten Scherz halten. Wir verdienen mehr!“
Zur komba gewerkschaft mecklenburg-vorpommern

 

Weitere Informationen auf den dbb Sonderseiten zur Einkommensrunde 2012.