Arbeitszeitentwicklung

Das Volumen und die Verteilung der Arbeitszeit im Öffentlichen Dienst führen immer wieder zu Auseinandersetzungen und Unstimmigkeiten. Die komba gewerkschaft fordert daher die Beachtung folgender Grundsätze:

  • Die komba gewerkschaft plädiert grundsätzlich für gleiche Wochenarbeitszeiten für Beamtinnen und Beamte sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Solange Unterschiede bestehen, müssen diese anderweitig angemessen ausgeglichen werden.
  • Das Ziel einer aufgabengerechte Personalausstattung muss vorrangig durch eine ausreichend hohe Zahl von Beschäftigten, nicht aber durch weitere Arbeitszeiterhöhungen gewährleistet werden.
  • Arbeitszeiterhöhung muss auch Einkommenserhöhung bringen. Alles andere bedeutet Einkommensverlust durch die Hintertür.
  • Die Frage der sachgerechten Arbeitszeit darf sich nicht auf die Wochenarbeitszeit beschränken. Vielmehr sind Arbeitszeitflexibilisierungen in den Vordergrund der Diskussion zu stellen. Sie bieten Vorteile für Arbeitgeber, Bürgerinnen und Bürger sowie Beschäftigte. Dazu gehören auch Lebensarbeitszeitkonten, die auf Wunsch der Beschäftigten eingerichtet werden können. Sie ermöglichen die Orientierung an Motivation, Leistungsfähigkeit und Arbeitsanfall, bieten zusätzliche Freiräume innerhalb des Berufslebens und schaffen Spielräume zum Beispiel für den Eintritt in den Ruhestand, indem erworbenes Zeitguthaben für eine vorgeschaltete Freistellung eingesetzt wird. Allerdings sind für Lebensarbeitszeitkonten ausreichende rechtliche Grundlagen erforderlich, die auch der notwendigen „Unverfallbarkeit“ der Guthaben Rechnung tragen müssen.


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