Personalentwicklung

Die Reformprozesse in den öffentlichen Verwaltungen, aber auch die mit der Dienstrechts- und Tarifreform einhergehenden Veränderungen stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte vor neue Anforderungen.

Fortbildung hat deshalb eine Schlüsselfunktion für die Sicherung von Qualifikation und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes. Angesichts wachsender Anforderungen an die berufliche Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Einführung neuer Technologien oder Arbeitsverfahren, gewinnt eine kontinuierliche und systematische Fortbildung einen herausragenden Stellenwert.

Mit der Pflicht der Beschäftigten, sich beruflich fortzubilden korrespondiert die Aufgabe der Arbeitgeber, entsprechende Fort- und Weiterbildungsangebote bereitzustellen. Die dafür notwendigen Finanzmittel müssen kontinuierlich bereitgestellt werden und dürfen nicht der Haushaltssanierung zum Opfer fallen.

Grundsätzlich ist zu beachten: Voraussetzungen für mehr Mobilität und Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Motivation, Information und Beteiligung. Die einzelne Mitarbeiterin bzw. der einzelne Mitarbeiter bleibt das wichtigste Humankapital und der wesentliche Faktor bei der Optimierung der Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Dienstes. Nur auf der Basis einer Führungskultur, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht, bei der Mitarbeitergespräche und Personalentwicklungskonzepte eine zentrale Bedeutung haben, wird es gelingen, motivierende und leistungsgerechte Arbeitsstrukturen aufzubauen.

Objektive, nachprüfbare und damit für alle Betroffenen nachvollziehbare Entscheidungen sind von ausschlaggebender Bedeutung, um Leistungsfähigkeit und Motivation zu fördern. Ein praktikables Beurteilungssystem muss Teil einer modernen Personalführung werden. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Erstausbildung hochgradig formalisiert ist, während bei der Fortbildung vieles dem Zufall überlassen wird.
Neue Aufgaben und neue Anforderungen verursachen zunächst immer auch neue Kosten, gerade zur Qualifizierung der Beschäftigten. Ein Fortschritt ist nicht mit Stillstand oder sogar Rückschritt in der Qualifizierung zu erreichen. Fortbildung muss eine Selbstverständlichkeit sein, und zwar unabhängig von Alter und Position.
Bei knappen Mitteln, immer kürzer werdenden Innovationszyklen und der privaten Konkurrenz reicht es nicht aus, Qualifizierung grundsätzlich zu befürworten.

Qualifizierung ist Investition in die eigene Zukunft. Notwendig sind deshalb dauerhaft schlüssige und mit den Personalvertretungen abgestimmte Qualifizierungsprogramme. Bestandteil einer Personalentwicklung, die gute Rahmenbedingungen für Arbeitszufriedenheit schafft, muss auch ein überzeugendes betriebliches Gesundheitsmanagement sein. Damit werden Leistung und Gesundheit positiv beeinflusst.

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