Senioren

Die komba gewerkschaft setzt sich dafür ein, das Potential der älteren Beschäftigten verstärkt zu beachten und auch zu fördern. Die große Mehrheit ist bereit und fähig, sich auch in der zweiten Hälfte des Berufslebens voll einzubringen, sich weiter zu qualifizieren und mit dem technischen Fortschritt mitzuhalten. Die Arbeitgeber und Dienstherren profitieren dabei ergänzend von etablierter beruflicher Handlungskompetenz, von langjährigem Erfahrungswissen und von oft besonders ausgeprägter Verlässlichkeit und Loyalität. Angesichts des demografischen Wandels, der eine stärkere Nachfrage nach dem Faktor Arbeit zur Folge haben wird, muss hier ein Umdenken erfolgen!

Dazu gehört auch, dass der Eintritt in den Ruhestand flexibler gehandhabt werden sollte, in Abhängigkeit von der jeweiligen persönlichen Leistungsfähigkeit, der berufsgruppenspezifischen Belastungssituation, den eigenen Wünschen und dem Bedarf von Arbeitgeber und Dienstherr an den jeweiligen Kompetenzen. Die Beschäftigten sollten zum einen die Möglichkeit haben, über die bisher eher starre Regelarbeitszeitgrenze hinaus aktiv im Berufsleben zu stehen. Dabei sind auch Teilzeitmodelle denkbar, wobei sich in dieser Phase das Einkommen aus den Teilzeitbezügen und einer Teilrente bzw. –versorgung zusammensetzt. Zum anderen sollte die Möglichkeit ausgeweitet werden, auch vor der Regelarbeitszeitgrenze auszuscheiden. Für diesen Zweck können z.B. Guthaben auf einem Lebenszeitarbeitskonto eingesetzt oder Abschläge bei den Altersbezügen in Kauf genommen werden.

Abgelehnt wird von der komba gewerkschaft eine Anhebung der Regelaltersgrenze, die lediglich zu Renten- und Versorgungskürzungen führen soll. Längere Lebensarbeitszeiten müssen grundsätzlich auch zu besseren Renten- und Versorgungsansprüchen führen. Die Altersversorgungssysteme müssen eine verlässliche Grundlage für ausreichende Bezüge im Ruhestand sein. Ständig neue Einschnitte sind mit dem Vertrauensschutz nicht vereinbar.

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