04.03.2010 - Gewalt im ÖPNV eindämmen
Busfahrer in Berlin jetzt durch Trennscheiben geschützt. komba fordert bundesweit Begleitpersonen.
Die Vollzugsmeldung der BVG, nach der nun ihre gesamten Omnibusse mit Schutztrennscheiben für die Busfahrer ausgerüstet sind, wird von der komba gewerkschaft und ihrer Berliner Landesorganisation gewerkschaft kommunaler landesdienst berlin (gkl berlin) einhellig begrüßt. Damit erfüllt die BVG einen Baustein zur Verbesserung der Sicherheit von Busfahrern.
Frank Becker, Landesvorsitzender der gkl berlin: „Diese Verbesserung ist ein Anfang. Sie entbindet den Senat aber nicht von weiteren Maßnahmen wie etwa den Einbau einer komplett geschlossenen Fahrerkabine. Hierfür hat sich im Rahmen einer Umfrage die Mehrheit der Fahrerinnen und Fahrer ausgesprochen." Um die Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erhöhen, können Polizisten, Feuerwehrleute, Ordnungsamtsmitarbeiter und inzwischen auch Justizvollzugsbeamte in Uniform kostenfrei mitfahren.
Auch aus anderen Städten, beispielsweise der Bundesstadt Bonn besonders im Bereich Medinghoven, sind vergleichbare Übergriffe gegen Busfahrer bekannt. Die komba gewerkschaft fordert daher bundesweit einen verbesserten Schutz für die nach Sicherheitsaspekten schwierige Tätigkeit der Busfahrer/-innen.
komba Bundesvorsitzender Heinz Ossenkamp befürwortet, zur Vermeidung von Gewalttaten und Vandalismus in Zukunft Begleitpersonen, so genannte „Schaffner", einzusetzen. „Damit wird mehr Sicherheit für Fahrgäste und Fahrer/-innen gewährleistet sowie Vandalismus verhindert. Der ÖPNV gewinnt aufgrund des verbesserten Services an Kundenattraktivität. Durch das Eindämmen der Sachschäden erfolgt der Einsatz von Schaffnern zudem weitgehend kostenneutral", so Ossenkamp.


