Beamtin/Beamter ist, wer zu einem Dienstherrn in einem öffentlichen-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis steht. Dafür ist der Dienstherr seinen Beamten gegenüber zu besonderer Fürsorge verpflichtet, unter anderem zu einer dem Amt angemessenen Alimentation (Besoldung) und Unterstützung im Krankheitsfall (Beihilfe) sowie zur Gewährung einer angemessenen Pension, in der Gesetzessprache Versorgungsbezüge genannt, im Ruhestand. Dienstherrenfähigkeit haben neben dem Bund, den Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden auch die weiteren juristischen Personen des öffentlichen Rechts (Anstalten, Körperschaften und Stiftungen), sofern letztere hierzu durch ein Gesetz ermächtigt sind.
Die Regelungen für Beamte werden nicht von Arbeitgebern mit Gewerkschaften als Tarifpartner ausgehandelt, sondern von den gesetzgebenden Körperschaften einseitig, jedoch unter Beteiligung von unter anderem Gewerkschaften durch Gesetze und Verordnungen festgelegt. Zwischen 1976 und 2006 lag die Gesetzgebungskompetenz dafür beim Bund, davor und seit Inkrafttreten der Föderalismusreform besaßen beziehungsweise besitzen die Länder die Regelungskompetenz für ihre Landesbeamten. Dies schließt die jeweiligen Kommunalbeamten mit ein, da Landkreise, Städte und Gemeinden keine eigenen Gesetze erlassen dürfen.

Beamtenverhältnis und Beamtenrecht
Das Beamtenverhältnis (insbesondere Begründung, Beendigung, Rechte und Pflichten) ist damit einseitig hoheitlich durch Gesetz vom Gesetzgeber ausgestaltet, wobei es sich allerdings jeweils um einen mitwirkungsbedürften Verwaltungsakt handelt. Damit unterscheidet sich das Beamtenrecht entscheidend vom Arbeitsrecht, wo von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Individualarbeitsvertrag beziehungsweise zwischen den Tarifvertragsparteien kollektive Arbeitsverträge (Tarifverträge) und den Betriebsparteien Betriebsvereinbarungen ausgehandelt werden. Beispielsweise können Tariferhöhungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, welche die Tarifvertragsparteien vereinbart haben, erst durch ein Gesetz auf Beamte übertragen werden. Rechtliche Rahmenbedingungen für die Bediensteten  in personeller Hinsicht sind je nach Dienstherr und Art der Tätigkeit verschiedene Normen, bei Beamten wird speziell der Begriff Beamtenrecht verwendet.
Im Bereich öffentlicher Dienstherren findet zudem das auf die Privatwirtschaft zugeschnittene Betriebsverfassungsrecht beziehungsweise das Mitbestimmungsgesetz keine Anwendung. Die Mitbestimmung der Bediensteten – für Beamte, Angestellte und Arbeiter gleichermaßen – werden über Personalvertretungsgesetze des Bundes und der Länder gewährleistet.

Wichtige Ressource zum Funktionieren unseres Staates
Neben den Tarifbeschäftigten sind die Beamtinnen und Beamten die wichtigste Ressource bei der Erfüllung aller öffentlichen Aufgaben zum Funktionieren unseres Staates. Deshalb müssen die Leistungsfähigkeit und die Motivation der Beschäftigten über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rechte und Pflichten, Aufgaben und Entlohnung sichergestellt und gefördert werden. Besonders im Hinblick auf den Nachwuchs und dem demografischen Wandel muss das Beamtenverhältnis noch an Attraktivität aufholen, um auch in Zukunft Bestand zu haben.

Die komba gewerkschaft spricht sich in aller Deutlichkeit gegen eine Aufweichung der in Artikel 33 des Grundgesetzes festgeschriebenen Schutzvorschriften des Berufsbeamtentums aus. Sie bekennt sich jedoch zu einer sachgerechten Fortentwicklung der hergebrachten Grundsätze. Im Rahmen der verfassungsrechtlichen Grundlagen unterstützt die komba gewerkschaft eine Modernisierung des Beamtenrechts, das auf die Anforderungen des Staates und die berechtigten Erwartungen der Beschäftigten zugeschnitten ist.

Dabei sind aus Sicht der komba gewerkschaft folgende Punkte von besonderer Bedeutung:

  • Eine Besoldung, die sich an den tatsächlichen Aufgaben und der individuellen Leistung orientiert.
  • Der Erhalt des Beihilfesystems, da es sich als wirtschaftlich erwiesen hat.
  • Anstelle des herkömmlichen Laufbahnrechts mit den Einengungen des Laufbahngruppenprinzips muss sich das Konzept der Einstiegslaufbahn etablieren.
  • Das gesetzlich fixierte Beteiligungsverfahren bei der Schaffung allgemeiner beamtenrechtlicher Regelungen muss die realistische Möglichkeit bieten, den Belangen der Beamtinnen und Beamten ein hinreichendes Gewicht zu verleihen.
  • Die im Zuge der Föderalismusreform vorgenommene Verlagerung der Gesetzgebungszuständigkeiten vom Bund auf die Länder beurteilt die komba gewerkschaft als kritisch. Zielsetzung dabei ist, im Laufbahn-, Besoldungs- und Versorgungsrecht so viel Einheitlichkeit wie irgend möglich zu bewahren.