25.11.2016 / komba gewerkschaft

Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

© Pexels / pixabay.com
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Auch viele Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst betroffen

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird seit vielen Jahren am 25. November begangen. Dieser Gedenk- und Aktionstag ruft zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen auf. Dazu gehören unter anderem häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung und sexualisierte Gewalt in Konflikten. Gewalt an Frauen findet täglich und mitten unter uns statt: ob zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder im Internet. Viele von ihnen schweigen, aus den unterschiedlichsten Gründen, anstatt zu handeln. 

Auch viele Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst betroffen
Zu diesem Anlass seien auch die zahlreichen Angriffe gegenüber Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst zu erwähnen. Oft zwar (nur) verbaler Natur, hinterlassen sie doch deutliche Spuren, die zu psychischen Erkrankungen führen. Der Krankenstand deswegen ist ansteigend! Auch hier wird oft geschwiegen.

Das Thema Gewalt gegen Beschäftigte in den Verwaltungen, im Rettungsdienst, Jobcenter und Ordnungsdienst ist derzeit ein häufig diskutiertes Thema. Auch dort sind Frauen genauso betroffen wie Männer. „Dabei gibt uns der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen die Gelegenheit, deutlich zu machen, dringend mehr geeignete Schutzmaßnahmen für die Kolleginnen und Kollegen umzusetzen und dabei auch zu beachten, dass diese durchaus unterschiedlich für Frauen wie Männer ausfallen können. Wichtig ist dabei, dass Arbeitgeber und Dienstherrn jetzt handeln und dabei die Bereitschaft mitbringen, die unterschiedlichen Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren“, so Elke Stirken, Vorsitzende des Ausschuss für Frauenpolitik und Gleichstellungsfragen der komba gewerkschaft.

„Der zunehmend fehlende Respekt gegenüber den Menschen führt dazu, dass unsere Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst bei der Ausführung ihrer Tätigkeiten behindert, beschimpft und bedroht werden. Besonders die Mitarbeiterinnen zum Beispiel in den Jugend- in Sozialämtern, Jobcentern, im Ordnungsdienst und in den Schulen scheinen dabei beliebte Angriffsziele für Wut und Zorn zu sein. Deswegen ist es umso wichtiger, anhaltend darauf aufmerksam zu machen. Gewalt gegen Frauen darf nicht sein – egal wie und wo“, so Mareike Klostermann, stellvertretende Bundesvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses.

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