Unter der Bezeichnung öffentlicher Dienst wird die Tätigkeit der Bediensteten (Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern und Beamtinnen/Beamten) von öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Anstalten verstanden. Er nimmt wichtige Aufgaben für die Funktionsfähigkeit von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft wahr.
Hierzu gehören folgende Bereiche:

  • Öffentliche Verwaltungen (Bundes- und Landesbehörden, Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltungen)
  • Innere Sicherheit (Feuerwehren, Rettungsdienst und Katastrophenschutz)
  • Energieversorgung und Entsorgung (Stadtwerke, Müllabfuhr etc.)
  • Gesundheit (Kliniken, Krankenhäuser)
  • Verkehr (ÖPNV)
  • Bildung (Schulen, Kindergärten)
  • Wissenschaft (Universitäten, Fachhochschulen, sonstige staatlichen Bildungsträger)
  • Vereine, Verbände, Stiftungen
  • Finanzen (Sparkassen, Landes- und Bundesbanken)
  • Versicherungen (Sozialversicherung, Gesetzliche Krankenkassen)


Hierbei beschäftigen die Gebietskörperschaften, also der Bund, die Länder, die Landkreise und die Gemeinden insgesamt ca. 4,6 Millionen Mitarbeiter – davon rund 1,9 Millionen Beamte und rund 2,7 Millionen Tarifbeschäftigte. Auf die Kommunen entfallen dabei derzeit insgesamt 1,367 Millionen Mitarbeiter (29,70 Prozent). Der Öffentliche Dienst ist damit der größte Arbeitgeber und Ausbilder Deutschlands.

Zur mittelbaren öffentlichen Verwaltung zählen die Träger der Sozialversicherungen und die Bundesbank. Des Weiteren gelten zusätzlich Tarifverträge bei ehemaligen Staatsunternehmen wie Post, Bahn und Telekom sowie Sparkassen, auch wenn deren Mitarbeiter nicht mehr dem öffentlichen Dienst zuzuordnen sind.