25.04.2017 / dbb beamtenbund und tarifunion

Kita-Personal: Quereinsteiger keine Dauerlösung

© regenwolke / pixabay.com
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Ulrich Silberbach, stellvertretender dbb Bundesvorsitzender und Vorsitzender der komba gewerkschaft, zur Absenkung der Anforderungen an Kita-Beschäftigte im Land Berlin.

Das Land Berlin senkt die Anforderungen an das Kita-Personal. Ab Mai 2017 darf demnach jeder dritte Beschäftigte ein Quereinsteiger sein, bisher nur jeder vierte. „Damit setzt Berlin leider das falsche Signal“, sagte der stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 24. April 2017. „Für hochwertige frühkindliche Bildung braucht man qualifizierte Fachkräfte. Quereinsteiger können keine Dauerlösung sein.“

Grundsätzlich sei es zu begrüßen, dass der Berliner Senat die Kinderbetreuung ausbaue und dabei auch auf Quereinsteiger setze. „Anders ist der Personalbedarf kurzfristig auch nicht zu decken. Durch die unerlässliche Anleitung und Weiterbildung der nicht entsprechend ausgebildeten Beschäftigten werden die regulären Erzieherinnen und Erzieher allerdings zusätzlich belastet“, so der dbb Vize. „Umfassende Betreuungsmöglichkeiten auf pädagogisch höchstem Niveau erreichen wir langfristig nur, wenn die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen massiv verbessert werden – und da geht es in erster Linie um deutlich höhere Gehälter.“

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