23.05.2017 / komba gewerkschaft

Bessere Qualität in der Kita-Betreuung

© condesign / pixabay.com
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Bund und Länder starten eine Qualitätsoffensive in der Kindertagesbetreuung. Sie verständigten sich am 19. Mai auf entsprechende Eckpunkte, die Grundlage für ein Qualitätsentwicklungsgesetz bilden sollen. In diese mit eingeflossen sind auch Stellungnahmen der komba gewerkschaft, die bereits seit langem auf die dringend notwendigen bundesweiten Reformen in der Kindertagesbetreuung aufmerksam macht.

Die von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und den Ministerinnen und Ministern der Länder beschlossenen Ziele des zukünftigen Gesetzes enthalten unter anderem mehr Fachkräfte, Gebührenfreiheit und eine Stärkung der Kita-Leitungen. Finanziell soll sich der Bund – ergänzend zu den Landesmitteln – stärker beteiligen. Geplant ist, dass die Entwicklungsbedarfe der Länder dabei genau berücksichtigt werden.

Sandra van Heemskerk, Vorsitzende des Bundesfachbereichs Sozial- und Erziehungsdienst der komba gewerkschaft: „Wir begrüßen die gemeinsam von Bund und Ländern beschlossenen Eckpunkte, die als Grundlage für ein Qualitätsentwicklungsgesetz dienen sollen. Das ist ein wichtiges und richtiges Signal für die Zukunft unserer Kinder, ausgelegt um flächendeckend und nachhaltig zu wirken.“ Entlang der Eckpunkte wären zudem die Länder künftig aufgefordert, ihre Kita-Situation zu analysieren, um auf Basis dessen geeignete Qualitätsmaßnahmen auszuwählen sowie länderspezifische Zielvereinbarungen festzulegen. Ein regelmäßiges Monitoring soll die Nachhaltigkeit sichern.

Die Zustimmung der komba gewerkschaft bekommt auch der Beschluss, eine Arbeitsgruppe zur Fachkräftegewinnung einzusetzen. „In den meisten Ländern ist der Personalmangel in den Kitas ein großes Handlungsfeld, dass dringend angegangen werden muss. Entscheidend dabei ist aber auch die Qualität der Fachkräfte, denn es geht nicht nur um Masse, sondern auch Klasse. Es muss gelingen, endlich bundesweit einheitlich geregelte pädagogische Ausbildungen auf hohem Niveau und damit einheitliche Qualitätsstandards der Fachkräfte festzulegen, damit die Bildungschancen der Kinder nicht länger vom Wohnort abhängig sind,“ so van Heemskerk.

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