08.12.2018 / dbb beamtenbund und tarifunion / komba gewerkschaft

Sicherheitskräfte an Flughäfen - Arbeitgeberangebot nicht ausreichend

© Holgi / pixabay.com
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Am 7. Dezember 2018 hat sich die Verhandlungskommission des dbb mit dem BDLS zur dritten Verhandlungsrunde in den Tarifverhandlungen für die Sicherheitskräfte an Flughäfen getroffen.

dbb lehnt Arbeitgeberangebot ab
Die Arbeitgeberseite hat heute ein Angebot für Entgelterhöhungen ab dem 1. Januar 2019 vorgelegt. Der Vorschlag für eine Entgeltstruktur, der uns schon in der letzten Verhandlungsrunde vorgelegt wurde, wurde jetzt mit konkreten Zahlen hinterlegt.

Die dbb Verhandlungskommission hat das Angebot intensiv diskutiert. dbb Verhandlungsführer Volker Geyer erklärt: „Unsere Kommission ist sich einig, dass das Angebot unzureichend ist. Der Arbeitgeber muss hier noch deutlich nachlegen, damit wir zu einem Abschluss kommen können. Das gilt nicht nur für die reine Entgelterhöhung. Wir erwarten auch ein Entgegenkommen, was die Laufzeit der Regelungen angeht. Auch mit den vorgeschlagenen Abständen zwischen den Berufsgruppen sind wir nicht einverstanden.“

Schnellere Angleichung gefordert
Die dbb Kommission hat der Arbeitgeberseite erneut mitgeteilt, dass wir mit einer schrittweisen Angleichung aller Bundesländer auf das höchste Entgeltniveau einverstanden sind. Allerdings darf der Zeitraum der Angleichung nicht zu lang sein. Die Arbeitgeberseite will die Angleichung über einen Zeitraum von 6 Jahren schieben. Dies ist deutlich zu lang! Außerdem bleiben wir bei unserer Forderung, dass die Entgeltunterschiede zwischen den verschiedenen Tätigkeiten verringert werden müssen.

Volker Geyer: „Wir sind nach wie vor bereit, in der letzten vereinbarten Verhandlungsrunde am 21. Dezember 2018 zu einer Einigung zu kommen. Allerdings muss der Arbeitgeber sich dafür noch deutlich bewegen.“

Hintergrund
Neben regional vereinbarten Entgelttarifverträgen für die Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen hat der dbb im Jahr 2013 mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) einen bundesweit geltenden Manteltarifvertrag abgeschlossen, in dem unter anderem Regelungen zu den Themen Arbeitszeit,
Urlaub, Entgeltfortzahlung, Jahressonderzahlung und Prämienleistungen enthalten sind. Diese Mantelregelungen hat der dbb zum Jahresende gekündigt. Die Entgeltregelungen wurden ebenfalls gekündigt.
Der dbb setzt sich für einen bundesweit geltenden Entgelttarifvertrag, verbesserte Mantelregelungen sowie eine Neuregelung des Entgeltrahmens – unter anderem der Zeitzuschläge – ein. Inzwischen ist auf Arbeitgeberseite nicht mehr der BDSW, sondern der BDLS für die Luftsicherheit zuständig.